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Termin Informationen:

  • Sa
    01
    Mai
    2021

    Jugenddemo: Unsere Zukunft statt ihre Profite!

    15:30S+U-Bhf Pankow, Berlin-Pankow

    Für ein besseres Schulsystem, für bessere Arbeitsbedingungen, für mehr Freiräume,… heraus zum 1. Mai!

    Aufruf des Jugendbündnis zum 1. Mai 2021:

    Für ein besseres Schulsystem

    Jeder hat die gleichen Chancen auf gute Bildung? – Als ob! Gerade während der Pandemie zeigt sich, dass die Bildungschancen sehr vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Es wird erwartet, dass jeder einen eigenen Laptop mit guter Internetverbindung zuhause hat um dem Online-Unterricht zu folgen. Auch die Wohnsituation ist eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Lernen. Wie soll man für die Schule lernen, wenn man sich mit seinen kleinen Geschwistern ein Zimmer teilt und keinen ruhigen Ort zuhause hat? Es fehlen gut ausgestattete Lernräume, die auch während der Pandemie von uns Schüler*innen genutzt werden können. Für die Schüler*innen die ohnehin in diesem Schulsystem aufgrund ihrer finanziellen und sozialen Situation benachteiligt sind, verschärft sich die Situation zusätzlich, da sie sich nicht einmal Unterstützungen wie z.B. Nachhilfe leisten können.
    Nicht nur, dass das Bildungssystem nicht in der Lage ist, die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler*innen aufzufangen, auch die Bedingungen in den Schulen sind mangelhaft. Seit Jahren müssen Unterrichtstunden ausfallen, da ein Mangel an Lehrkräften besteht. In der Ausbildung der Lehrkräfte werden keine Kompetenzen zur digitalen Gestaltung des Unterrichts erworben, daher werden die Lehrer*innen jetzt während des Online-Unterrichts vor große Herausforderungen gestellt. Es wird viel von den Lehrekräften erwartet, aber es wird Ihnen wenig Unterstützung bei der Umsetzung des neuen Unterrichtsformates gegeben. Dies alles ist jedoch keine Neuigkeit, die durch die Corona Pandemie ausgelöst wurde, sondern es liegt an der jahrelangen Unterfinanzierung des Bildungssystems.

    Für bessere Arbeitsbedingungen

    Während die großen Konzerne mit Milliardenhilfen unterstütz werden, tragen die Arbeiter*innen die Last der Krise. Das Kurzarbeitergeld, das durch Steuersubventionen vom Staat gezahlt wird, gewährt den Konzernen einen weiteren Gewinn. Wogegen die Arbeiter*innen mit dem Kurzarbeitergeld oft nicht einmal die laufenden Kosten des Lebensunterhaltes bestreitet können. Vor allem diejenigen in prekärer Beschäftigung leiden besonders stark unter der Krise. Auch die Auszubildenden spüren die Folgen der Krise, sie haben schlechtere Bedingungen, einen Ausbildungsplatz zu finden und werden häufig nach der Ausbildung nicht übernommen.
    Personalabbau ist schon seit vielen Jahren Programm. Während Mitarbeiterstellen gestrichen werden, wird die verbliebene Arbeit auf die vorhandenen Arbeiter*innen verteilt. Die dadurch entstandene Überbelastung führt oft zu stressbedingten Krankheiten. Unsere Forderung dagegen lautet: Weniger Entlassungen, statt dessen eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!

    Für mehr Freiräume

    Syndikat, Liebig 34, Meute – immer mehr linke Freiräume werden geräumt. Die Räumung unserer wichtigen Kulturtreffpunkte zeigt uns immer wieder wie sehr der Staat auf unsere Lebensbedürfnisse scheißt! Bezahlbarer Wohnraum wird gerade für junge Leute, wie Schüler*innen, Studierende und Azubis immer schwieriger zu finden, während brauchbarer Wohnraum entweder leerstehend als Spekulationsobjekt verrottet oder aber saniert wird und zu hohen Mieten weiter vermietet wird.

    Gegen Rassismus

    Hoyerswerda, Hanau, Halle – Rassismus zieht sich durch die Geschichte und den Staatsapparat der BRD. Wer den falschen Nachnamen hat bekommt keine Wohnung und keinen Job. Migrantische Jugendliche sind täglich rassistischen Polizeimaßnahmen wie Racial Profiling ausgesetzt. Und auch hier in Berlin terrorisieren Nazis die Kieze und versuchen Menschen einzuschüchtern, die sich dem Hass entgegenstellen. Die Täter*innen der Brandanschläge in Neukölln sind noch immer auf freiem Fuß unter Ihnen ein AfD-Mitglied, dessen Partei am 1. Mai geschützt von der Polizei versucht ein Fest zu feiern.
    Es zeigt sich – Rassismus hat in der Bundesrepublik System. Dem Kapitalismus kommen Rassismus und Faschismus gelegen, um die Menschen gegeneinander auszuspielen und die gesellschaftliche Spaltung voranzutreiben. Dagegen steht unsere antifaschistische Solidarität.

    Gegen Repression von Linken

    Der Reaktionäre Staatsumbau ist im vollen Gange. Neue Polizeigesetze, rechte Tendenzen in Polizei und Justiz, unverhältnismäßige Einschränkungen der Grundrechte während der Pandemie: All das und noch mehr ist kein Zufall, aber auch keine Verschwörung. Es dient den Herrschenden ihre Profite zu sichern und den Widerstand zu marginalisieren.
    Wie die Repression immer offener ausgetragen wird, hat sich bei der LL- Demonstration Anfang diesen Jahres gezeigt.
    Eine friedliche Demonstration, bei der sich die Teilnehmenden an die Hygiene-Regeln gehalten haben wurde von der Polizei überfallen. Dutzende verletze Jugendliche, nur weil die Polizei der Meinung war strittige Symbolik auf der Demonstration nicht zuzulassen. Alles getragen von einer rot-rot-grünen Regierung.
    Wir dürfen keine Repression gegen Linke zulassen. Bedingungslose Solidarität mit den betroffen und ein noch entschlossenerer Kampf muss die Folge sein.

    Internationale Solidarität

    In Deutschland gegen die Politik der herrschenden Klasse zu kämpfen bedeutet die Kämpfe und Bedingungen der arbeitenden Menschen in den unterdrückten Ländern zu unterstützen.
    Auch die Verteilung des Impfstoffes gegen das Corona-Virus gehört dazu. Die großen Impfstoff Produzenten machen Milliardengewinne durch diese Pandemie. Verkauft wird der Impfstoff grundsätzlich an diejenigen Staaten die am meisten zahlen und diese Staaten haben sich auch bereits ein Großteil des zu produzierenden Impfstoffes gesichert. Verteilungspläne der WHO werden wohl kaum funktionieren oder dienen den Impfstoff-Konzernen als moralische Fassade die kaum reale Verbesserungen bringen werden.
    Es müssen alle Impfstoff Patente freigegeben werde, so das die Profite der großen Konzerne geschmälert werden. Die Gewinne müssen dafür eigesetzt werden allen Ländern zu ermöglich den Impfstoff selber zu produzieren. Dafür müssen wir hier in Deutschland kämpfen.

    Heraus zum 1. Mai

    Am 1. Mai wollen wir gemeinsam gegen diese Missstände demonstrieren! Kommt mit uns auf die Straße!
    Dabei achten wir sehr auf die Infektions-Schutzmaßnahmen. Tragt also bitte Masken und halten den Mindestabstand ein!