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1. Mai: Klassenkämpferische Demo am Vormittag und klassenkämpferischer Block am Abend

Klassenkampfblock Berlin

Am 1. Mai 2021 beteiligten sich etwa 2000 Menschen an der klassenkämpferischen Demonstration in Berlin unter dem Motto „Nicht auf unserem Rücken – Gewerkschaften und Lohnabhängige in die Offensive! Gemeinsam gegen die Krise!“. Da der DGB keine Demonstration organisiert hatte, haben über 20 Initiativen zu einer eigenen klassenkämpferischen Demonstration aufgerufen. Bei der Revolutionären 1.-Mai-Demonstration in Berlin-Neukölln waren über 25.000 Menschen. Die Demo konnte aufgrund von massiven Angriffen der Berliner Polizei nicht nach Kreuzberg ziehen.

Der Auftakt der klassenkämpferischen Demonstration war um 11 Uhr am Hackeschen Markt vor dem DGB-Gebäude am Henriette-Herz-Platz. Zu Beginn sprach ein Vertreter der „Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften“ und ging auf die Unfähigkeit der Regierung ein, die Pandemie wirkungsvoll zu bekämpfen unter der vor allem arme Menschen leiden. Weitere Beiträge beim Auftakt gab es von Hände weg vom Wedding und den Vereinten Revolutionären Kräften.

Die große Demo setzte sich in Bewegung Richtung Rotes Rathaus. Es beteiligten sich an der Demo viele linke Gruppen, Beschäftigte aus dem Gesundheitsbereich, Callcentern, Taxifahrer*innen und Rider. Aktivist*innen aus DGB-Gewerkschaften, dem Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall und von der FAU waren ebenfalls dabei wie auch viele kurdische Genoss*innen.

Bei der Zwischenkundgebung am Roten Rathaus gab es einen Beitrag zu Union Busting bei Goldnetz und eine Rede vom Bündnis für gerechte Bildung. Weitere Reden gab es von DIDF und der jungen GEW. Beim zweiten Stopp am Haus der Wirtschaft wurden Schilder gezeigt, die das Wort Ausbeutung bildeten. Beiträge gab es hier u.a. von der Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht (BAGA). Die Vertreterin sagte: „Ob bei der Prekarisierung der Löhne im Gesundheitswesen, beim Ausverkauf der S Bahn oder bei der Deregulierung auf dem Taximarkt, ob am Botanischen Garten, an der Charité, an den Unis oder den Bezirksämtern es ist der Rot-Rot-Grüne Senat, der hier die Prekarisierung und die Umverteilung von unten nach oben massiv vorantreibt!“ In der Rede der AG Taxi wurde auf die dramatische Situation im Taxigewerbe eingegangen, denn Pleiten, Entlassungen und Hartz-IV werden viele der 15.000 Berliner Taxifahrer*innen treffen.

Die Demonstration zog weiter Richtung Kreuzberg. Unterwegs gab es eine Rede vom Revolutionären Jugendbund auf Deutsch und auf Türkisch, in dem es um Kämpfe von Arbeiter*innen und den Studierenden der Bogazici Universität in der Türkei ging. Der Abschluss der Demo war in der Urbanstraße beim Vivantes-Krankenhaus mit Reden vom Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite und dem Walk of Care. Einen schönen Abschluss bildete der musikalische Auftritt der Band vom Walk of Care.

Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration startete mit über 25 000 Menschen. Mit dem klassenkämpferischen Block beteiligten wir uns auch mit einen Lauti daran. Bis zu den brutalen Angriffen der Berliner Polizei auf die Demonstration, gab es einige kämpferische Reden und auch Audio-Beiträge zum Beispiel von Prisons Dialogue aus dem Iran und von der räumungsbedrohten Potse. In der Pressemitteilung der Revolutionen 1.-Mai-Bündnis heißt es: „Dutzende Menschen wurden verletzt, einige wurden durch Tritte und Schläge der Polizei bewusstlos; zahlreiche Festnahmen konnten beobachtet werden. Schließlich wurde die Demonstration ohne rechtliche Grundlage aufgelöst.“ In der engen Situation in der Karl-Marx-Straße mit der Baustelle hat die Berliner Polizei dafür gesorgt, dass Abstände schlecht eingehalten werden konnten. FFP2-Masken haben fast alle Teilnehmer*innen der Demonstration getragen. Auch direkt um unseren Lautsprecherwagen wurden Menschen von der Polizei brutal zusammengeschlagen und getreten. Mehrere Bullen saßen auf einer zuvor von ihnen zusammengeschlagenen und mit Handschellen gefesselten Person. Bis zur Bewusstlosigkeit hat ein Bulle der Person minutenlang mit dem Knie auf den Kopf gedrückt.

Wir sind wütend über die Polizeigewalt am 1. Mai und wünschen allen Verletzten und Festgenommen eine schnelle Erholung!